
Gerald de Vries wurde in Norden/Ostfriesland geboren und erhielt seinen ersten Orgelunterricht bei Reinhard Ruge an der Arp-Schnitger-Orgel in der Ludgerikirche in Norden.
Er studierte an der Hochschule für Ev. Kirchenmusik von Westfalen in Herford, belegte 2001 das A-Examen und 2005 die Künstlerische Reifeprüfung bei Prof. Dr. Helmut Fleinghaus. Während seines Studiums nahm er u.a. an Interpretationskursen von Jon Laukvik und Ewald Kooiman teil und setzte zusätzlich einen Schwerpunkt in der Chor- und Bläserarbeit.
Er war Kirchenmusiker in Spenge/Westfalen, wo er einen Orgelneubau mit der Firma Kristian Wegscheider aus Dresden initiierte und begleitete. Seit dem Jahr 2003 ist Gerald de Vries Propsteikantor an der Marktkirche St. Cosmas und Damian in Goslar, an der er eine Renovierung und Neugestaltung der Schuke-Orgel anregte, die 2012 mit der Einweihung der neuen Schuke-Späth-Orgel ihren Abschluss fand.
Von 2021 bis 2024 hatte er interimistisch das Amt des Landeskirchenmusikdirektors der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig inne. Gerald de Vries ist regelmäßiger Gast an den Orgeln der Region, u.a. beim Grauhofer Orgelsommer und bei Vox Organi, und auch überregional als Konzertorganist tätig.